Freitag, 4. Mai 2012

Fixierungen

Kürzlich rief mich ein Mann an, welcher sich für mein Angebot interessiert und wollte partout einen Termin am Vollmond, da sonst "seine Kräfte wieder abhnehmen". Also die des Mannes, sprich seiner Standhaftigkeit, seiner Errektion. Ich sagte ihm, dass es nicht darum geht, ob es nun Vollmond sei oder sonst etwas, sondern, ob er mit sich wirklich in Kontakt ist, sich spürt und entspannen kann.

Die Fixierungen auf etwas, die Einstellung, dass man nur in einem ganz bestimmten  Rahmen oder auch Setting entspannen kann und seine Kräfte mobilisieren, ist nicht im tantrischen Sinne. 

Ein 'Rahmen' ist bildlich gesprochen, eine Eingrenzung, entweder im Kopf, dadurch, dass etwas genau so sein muss, sonst gehts nicht oder tatsächlich physisch, räumlich. Diese 'Rahmen' verhindern die authentische Auseinandersetzung mit dem, was tatsächlich ist.

Wir haben uns eine Kultur der Vermeidung geschaffen und sind Gefangene darin. Nur merken es die Meisten nicht, denn die Ablenkungen davon sind vielfältig und fühlen sich auch recht gut an. Jedenfalls immer nur für Momente. Und diesen Momenten jagen wir nach.

Natürlich ist ein bestimmtes, behagliches Setting wichtig und das ist für jeden verschieden, sich aber auf eine planetarische Konstellation zu fixieren, halte ich für kontraproduktiv. 


Tantra bedeutet im 'Fluss zu sein, mit dem was ist'.
Im Hier und Jetzt, ganz da.
Mit allem, was jetzt ist.
Mit ALLEM.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Mythos Männermacht - Männerrechtler Warren Farrell

Das Buch von Warren Farrell 'Mythos Männermacht' ist eines der wichtigsten Bücher über die Missachtung der Rechte des Mannes und seine Ohnmacht. Nicht nur Frauen scheinen den Mythos Männermacht zu pflegen, vielleicht auch, um damit eigene nicht ausgelebte Machtwünsche auf Männer zu delegieren. Das auch Männer diesem Mythos anhängen, liegt vielleicht den vielfältigen realen Ohnmachtserfahrungen zugrunde, die sie als Junge und Mann erleben müssen.



"Was können wir tun, um der Gewalt gegen Männer und Frauen ein Ende zu machen? Der Anfang muß sein, daß wir aufhören, von Männern zu verlangen, sich um unserer Sicherheit willen zu opfern und ihr Leben aufs Spiel zu setzen - als private Leibwächter oder als Leibwächter der Nation. Darüber hinaus müssen wir auch aufhören, Politiker zu wählen, die meinen, Frauen beschützen zu müssen, und darüber die Männer vergessen. Erinnern wir uns: Der Gesetzgeber kann nicht hören, was wir nicht formulieren. Wir müssen unsere Stimme erheben, damit dieser Prozeß in Gang gesetzt wird."


WARREN FARRELL KÄMPFT WEITER

Hier findet man ein in mehrfacher Hinsicht sehr lesenswertes Feature zu dem internationalen Männerrechtler Nummer Eins, Warren Farrell:
 
http://www.smh.com.au/news/0110/26/national/national23.html
Bemerkenswert fand ich persönlich die Erwähnung eines Briefes, den Farrell von seinem 91-jährigen Vater erhielt und in dem dieser seinen Sohn warnt: "Wenn du auf diesem Weg weitermachst, wirst du eines Tages verhungern." Wir leben tatsächlich in der grotesken Situation, in der eine Frauenrechtlerin wie die NOW-Präsidentin Patricia Ireland für ihre 34-Stunden-Woche jährlich 143.252 Dollar verdient, ein Männerrechtler wie Farrell hingegen ausgegrenzt wird und einen drastischen Einbruch in seiner Karriere erleidet ... und das alles dazu groteskerweise dazu führt, dass die Diskussion von der feministischen Propaganda beherrscht wird, der zufolge es Frauen wesentlich schlechter gehe als Männern.